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Chronik des TSV Seeg

Die Entwicklung des Sports in Seeg (von Josef Krehut)

aus der Chronik Seeg "wie es war - wie es ist"

Autor Pia Böck

Sicher wurde die Bedeutung des Turnens für die Gesundheit erkannt, als im Jahre 1906 von etwa 25 Anwesenden in der Gastwirtschaft "Adler" der Turnverein gegründet wurde. Die einseitige Beanspruchung des Körpers in der Berufsausübung drängte zu einem Ausgleich, um körperliches Wohlergehen nach menschlichem Ermessen zu fördern. Auch mussten in der Gemeinschaft andere Tugenden geübt werden, als bisher gewohnt: Verzicht, Hilfsbereitschaft, Einordnung, Ausdauer, Willensstärke und Rücksichtnahme.

Zur Gastwirtschaft "Adler" gehörte auch der Gabler-Keller am Südrand des Ortes auf der Höhe. Auf der Hochtenne, die von der Wiese im Süden aus ebenerdig lag, wurde geturnt. Anfangs konnten nur einfache Übungen durchgeführt werden: Freiübungen und Spiele füllten die Übungsstunden aus. Als Geräte gab es für das Männerturnen nur die Übungsstäbe aus Eschenholz, für das Frauenturnen ausser den Stäben vielleich noch Holzreifen. Aber dafür haben die Turnerinnen und Turner auch Theater gespielt und Volkslieder gesungen. Die Theateraufführungen brachten das Geld zur Anschaffung der Turngeräte Barren, Pferd und Bock. Der Mohrenwirt Theodor Rinderle baute 1911/12 einen Saal und stellte ihn dem Turnverein als Turnsaal zur Verfügung. Dort konnte auch das Reck aufgebaut werden. Auf heimischen Turnfesten und bei Teilnahme an auswärtigen Veranstaltungen zeigten die Vereinsmitglieder ihr Können.

Einen Rückschlag brachte der Erste Weltkrieg. Dreizehn Turner kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. Im Jahre 1923 hatte sich der Turnverein von diesem Aderlass so weit erholt, dass er trotz der Inflation die Anschaffung einer Vereinsfahne in Verbindung mit einem großen Turnfest verwirklichen konnte. Das Geräteturnen erfreute sich immer größerer Beliebtheit und sicherte auswärtige Erfolge.

Zunächst wenige beachtet, entwickelte sich aus dem Turnverein in den zwanziger Jahren eine Gruppe, die, in Ried daheim, Freude an der Leichtathletik, vor allem am Laufen, fand. Simpert, Hans und Josef Guggemos sowie später Georg Poppler sorgten dafür, dass der Turnverein Seeg in der Region Allgäu und im Bezirk Schwaben bekannt wurde. Zu dieser Gruppe stieß auch noch Josef Reichart, Müller in Enzenstetten.

Beim 2. Allgäuer Gauspiel- und Sporttag im Mai 1926 in Lindau-Reutin gewann Simpert Guggemos souverän nicht nur den 800-Meter-, sondern auch den 1500-Meter-Lauf und kehrte als Allgäuer Meister nach Seeg zurück. 1927 erneuerte er in Füssen nicht nur seine vorjährigen Meisterschaften, sondern sorgte mit seinen Brüdern Hans und Josef für eine neue Sensation: In Füssen gewannen sie am 29. Mai die 3 x 1000-Meter-Staffel. Simpert Guggemos wurde am 19. Juni in Augsburg Schwäbischer Meister im 1500-Meter-Lauf und Dritter im 800-Meter-Lauf. Dieser Sieg ebnete den Weg für die erste Teinahme eines Seegers an den Bayerischen Meisterschaften. Josef Reichart von Enzenstetten fuhr mit Simpert Guggemos Ende Juni 1927 nach Bamberg. Sie konnten sich jedoch in den Vorentscheidungen nicht für die Endkämpfe qualifizieren. Sowohl 1928 als auch 1929 konnte Simpert Guggemos seine Titel in Marktoberdorf erfolgreich verteidigen. Das letzte Mal wurde er 1930 in Schongau Sieger über 1500 Meter beim Gauabteilungsturnen.

In den Jahren 1935/36 baute die Gemeinde eine moderne Turnhalle, wie sie sonst nirgends im Landkreis Füssen zu finden war. Das Grundstück hatten die Geschwister Hartmann (Langen-Bäck) gestiftet. Die Elektrizitätsgenossenschaft unter ihrem Vorsitzenden und gleichzeitigen Bürgermeister Anton Fischer half entscheidend mit durch Mittel aus dem Reingewinn des genossenschaftlichen Betriebes. Die Einweihungsfeierlichkeiten, verbunden mit einem Turnfest, versprachen eine blühende Entwicklung des Turnvereins. Leider war es die erste und letzte Großveranstaltung mit der neuen Turnhalle. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turnverein laufend durch Einberufungen geschwächt, so dass der Turnbetrieb schließlich ganz ruhte, auch weil die Turnhalle zu einem Getreidelager zweckentfremdet wurde.

Und dann kam der totale Zusammenbruch Deutschlands 1945. In den letzten Kriegstagen waren die Stabshelferinnen vom Abwicklungsstab des Oberkommandos des Heeres dort untergebracht. Die einziehenden, amerikanischen Soldaten verschleppten oder zerstörten die Turngeräte. Mitglieder des Turnvereins waren gefallen oder in Gefangenschaft geraten und kehrten erst in den folgenden Jahren heim, soweit sie die Gefangenschaft überlebten.

Die Maßnahmen der amerikanischen Sieger waren rigoros und unverständlich. Sie verboten alle Vereine und Vereinigungen weil sie ihnen als Gefahr erschienen. Dadurch wurde praktisch jede Tätigkeit innerhalb des Turnvereins beendet. In Anbetracht dieser aussichtslosen Lage trat der damalige Pfarrer Karl Knaus mit einem Antrag vor den von den Amerikanern anerkannten Gemeinderat, ihm die Turnhalle, für die ja keine Verwendung mehr bestehen sollte, für die Errichtung eines Caritasheimes zu überlassen. Das war für den Gemeinderat eine schwere Entscheidung. Aber die Turnhalle stand leer da und durfte nicht benutzt werden. In Anbetracht dieser Situation - sogar die Freiwillige Feuerwehr war aufgelöst worden - sprach der Gemeinderat ein "Ja" zu diesem Antrag. Er hatte allerdings in seinen Zustimmungsbeschluss die Bedingung aufgenommen, dass für diese Turnhalle auf Kosten des Caritasverbandes Seeg eine kleinere, jedoch ihren Zweck voll erfüllende Halle gebaut werden müsse. Der Umbau der Turnhalle erfolgte umgehend mit großen Kosten. Der Neubau der Ersatzturnhalle ging nur schleppend vor sich und die Mittel des örtlichen Caritasverbandes reichten nicht zur Fertigstellung aus. Vielmehr haben später die Gemeinde und der wieder erstandene Turnverein mit viel Eigenleistung die Ersatzturnhalle ausgebaut.

Kinder von Heimatvertriebenen und arbeitslose Jugendliche trafen sich auf dem Sportplatz vor der im Bau befindlichen Ersatzturnhalle und kamen mit der einheimischen Jugend in Kontakt. Das Bindemittel zwischen einheimischen und vertriebenen Kindern sowie Jugendlichen war seit den 50er Jahren der Fußball. Aus heutiger Sicht muss festgestellt werden, dass die jungen Freunde des Fussballes zum Bindeglied zwischen dem alten Turnverein und dem nach und nach wieder auflebenden Nachkriegsturnverein wurden. Als die amerikanischen Fesseln endgültig fielen, stand eine komplette Fussball-Abteilung da, die den Turnverein durch Jahre repräsentierte und ihm auch ein neues Gesicht gab. Der Turngedanke hatte sich unübersehbar zum Sportgedanken gewandelt. Als der Turnverein offiziell wieder in Erscheinung trat, nannte er sich Turn- und Sportverein Seeg.

Seither ist die Fussball-Abteilung aus dem TSV nicht wegzudenken. Sie spielt mit wechsendem Erfolg in der B- oder C-Klasse und kann über begeisterten Nachwuchs nicht klagen. Die Gemeinde verhalf den Kickern zu zwei Spielfeldern ausserhalb des Ortsbereiches, unterstützte immer wieder finanziell ihre Vorhaben bei der Installierung der Flutlichtanlage und beim Bau des Fussball-Sportheimes, das die Mitglieder dieser Sparte mit einer beispielhaften Eigenleistung errichteten. 1984 fand mit einem großen Fussball-Turnier auch die Einweihung des Heimes und der Sportstätten durch Pfarrer Josef Wasmer aus Pörnbach statt, der Anfang der fünfziger Jahre Kaplan in Seeg und damals ein großer Freund der Kicker war.

Im Jahre 1954 erklärten sich die seit Jahrzehnten tätigen Freunde des Eisstockschießens, auf Anregung von Theo Wirth, als Sparte des TSV Seeg. Damit war auch die Voraussetzung an Verbandswettkämpfen teilzunehmen gegeben. Die Seeger Eisstockschützen konnten auf eine lange Tradition zurückblicken und nach dem Krieg an diese Tradition anschließen. Zwischen beiden Weltkriegen hatten sich Anhänger dieser alten bayerischen Sportart auch in Seeg gefunden, die während der Wintermonate die Eisstöcke auf dem Seeger See und dem Schwaltenweiher gleiten ließen. Dazu gehörten Martin Wirth (Seeg), Joseph Heel (Schwalten). Franz Paulsteiner (Seeweiler), Joseph Lipp (Viehweid-Bäck) und Joseph Settele (Seeg).

Gleich nach der Spartengründung zeigten die Seeger Eisstockschützen bei der Teilnahme an der Allgäuer Meisterschaft in Füssen am 1. Januar 1954, wo sie den fünften Platz belegten, dass sie im großen Reigen der Vereine mitzutanzen gedachten. Im nächsten Jahr belegten sie schon den dritten Platz und 1956 den zweiten. Eine Sensation gab es 1956 als die Moarschaft Boos/Heel/Paulsteiner H./Wirth Schwäbischer Meister in Schwangau wurde. 1958 wiederholte sie ihren Erfolg in Augsburg, nachdem es 1957 in Oberstdorf nur zum zweiten Platz gereicht hatte. Aber auch 1959 wurde diese Moarschaft und Franz Boos im Zielschießen Schwäbischer Meister, während Theo Wirth im Weitschießen den zweiten Platz errang. Erst 1965 machten die Seeger wieder von sich reden, als sie in Sonthofen am 12. Dezember Bayerischer Meister wurden.

Auch die Frauen hatten Gefallen an diesem Sport gefunden. Die neu gegründete Damen-Moarschaft Sophie Hösle/Maria Köpf/Inge Schweiger/Emma Wirth trat am 21. Dezember 1969 zur Damenmeisterschaft Bezirk Schwaben-Ammersee in Füssen an und errang den neunten Platz. 1971 brachte sich die Moarschaft 1 (Max Henkel/H. Weinmann/M. Weinmann/Theo Wirth) wieder in Erinnerung. Sie wurde am 13. Februar Schwäbischer Meister, Theo Wirth im Einzelschießen ebenfalls Schwäbischer Meister. Am 9. März des gleichen Jahres wurde die Mannschaft 1 wieder Allgäuer Meister in Kaufbeuren.

Es fehlten die Seeger Eisschützen auch nicht bei internationalen Veranstaltungen. Wiederholt nahmen sie am Grenzlandtreffen in Reutte (Tirol) teil, wo sie immer auf den vorderen Plätzen zu finden waren. Aufsehen erregte wieder einmal der Gewinn des Internationalen Eisstockschießens der Landeshauptstadt Bregenz am 18. März 1972. Auch das Internationale Turnier um den Falkenstein-Pokal in Pfronten am 2. November 1974 gewann die Seeger Moarschaft. Weitere internationale Erfolge erzielten die Seeger Eisstockschützen bei einem Treffen in Lustenau bei Bregenz, wo sie unter 25 Teilnehmersn aus der Schweiz, Österreich und Deutschland am 13. Juli 1975 den Sieg davon trugen. Zur Moarschaft gehörten Henkel/Nitsche/Peter/Wirth. Ebenso erfolgreich kehrten sie aus Schongau heim, wo sie gegen 22 andere Vereine antraten.

Bei der Rückrunde der Bayerischen Landesligameisterschaft - Gruppe West - im Füssener Bundesleistungszentrum Ende Febraur 1976 wurden Max Henkel/Manfred Meyer/Alois Peter/Max Weinmann/Theo Wirth souveräne Sieger und erwarben dadurch die Aufstiegsberechtigung in die Bayerische Oberliga. Im Jahre 1981 konnte sich der TSV weiter in der Oberliga behaupten. Die AH-Eisschützen des TSV Seeg wurden Anfang März 1981 Bezirksmeister, dagegen mußte die Moarschaft II die Bezirksliga A verlassen. Die Altherrenmoarschaft TSV Seeg I (Bader/Boos/Nitsche/M.Weinmann/Wirth) wurde 1982 Kreismeister.

Inzwischen war ein anderer Wunsch der Eisstockschützen in Erfüllung gegangen. 1979 war ihnen von der Gemeinde angeboten worden, ihre Kunst-Eisbahn am Fuße des Seeger Berges in den Kurgarten zu verlegen. Die Eisstockschützen griffen sofort zu. Mit viel Eigenleistung, gemeindlicher Unterstützung und kommunalen Zuschüssen errichteten sie im Südteil eine den Normen entsprechende Kunstschießbahn. Zwei Jahre später wurde wieder Gemeinschaftssinn gefordert und bewiesen. Die Eisstockschützen bauten sich 1983 am Rande der Spielanlage ein Sportheim mit Aufenthalts- und Geräteräumen.

Am Ende der fünfziger Jahre wurde von der Jugend die Leichtathletik wieder entdeckt. Sie konnte an die Erfolge vor dreißig Jahren anschließen. Wie ein Komet erschien Günther Kuschmierz und verschwand ebenso schnell, wie er aufgetaucht war. Am 24. Mai 1959 wurde er in Kempten Allgäuer Jugendmeister über 3000 Meter. Im gleichen Jahr wurde er auch Schwäbischer Jugendmeister über 3000 Meter in Neuburg/Donau. In den folgenden Jahren wurde es ruhiger, obwohl die Jugend, die in Bernhard Knittel einen Betreuer gefunden hatte, fleißig weiter trainierte. Es waren vor allem Theo und Rosemarie Frey, die bei den Allgäuer Meisterschaften immer die vorderen Plätze belegten, aber keine Meisterschaft erringen konnten.

1968 wurde das Wirken Bernhard Knittels sichtbar. Er war für die Mädchen ein ehrenamtlicher Trainer und Begleiter zu den Wettkämpfen und wußte sie richtig anzupacken. Angefangen hat alles, als Rita Reichard am 6. Juli 1968 Allgäuer B-Jugendmeisterin über 800 Meter wurde. Sie belegte bei den Allgäuer- oder Schwäbischen Meisterschaften entweder den ersten oder zweiten Platz und wurde Allgäuer Meisterin über 400 Meter in Sonthofen, Schwäbische Meisterin über 800 Meter eine Woche später in Memmingen. Die Krönung ihrer Lauferfolge erzielte Rita Reichard bei den Internationalen Bodensee-Leichathletik-Jugendmeisterschaften in Friedrichshafen, wo sie den ersten Platz über 400 Meter errang. In fünf Alläuer- und Schwäbischen Meisterschaften über 400, 800 und 1000 Metern wurde sie Vizemeisterin.

1970 wurde sie in Neu-Ulm Schwäbische Waldlaufmeisterin über 1000 Meter, Allgäuer Waldlaufmeisterin über 1000 Meter wurde sie einen Monat später in Füssen-Alterschrofen, Allgäeuer Meisterin über 400 Meter wurde sie in Sonthofen, über 800 Meter in Memmingen und Schwäbische Meisterin über 800 Meter in Göggingen. Bayerische Vizemeisterin über 800 Meter wurde sie am 28. Juni in Sonthofen. Als zweiter Seegerin nahm sie an einer Deutschen Meisterschaft teil. Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Schweinfurt am 24. Juli belegte sie im 800-Meter-Lauf den 9. Platz. 1971 war das letze Jahr ihrer Wettkampfteilnahme. Allgäuer Waldlaufmeisterin über 1000 Meter wurde sie am 29. März in Wiggensbach, Allgäuer Meisterin über 800 Meter am 6. Juni in Memmingen und Schwäbische Meisterin über 400 Meter am 13. Juni in Augsburg. Beim Diskuswurf in Memmingen wurde sie Allgäuer Vizemeisterin, beim Speerwurf belegte sie den 3. Platz.

Rita Reichard war das Vorbild der Seeger Mädchen geworden. Bei den Allgäuer Waldlaufmeisterschaften in Füssen-Alterschrofen am 19. April 1970 wurden in der Schülerinnenklasse A Sonja Weinmann, in der Schlülerinnenklasse B Anneliese Weinmann Allgäuer Meisterinnen. Herausragende Sportlerin des Jahres wurde Brigitte Reichard, Rita´s Schwester. Sie wurde Allgäuer Meisterin über 800 Meter bei den Allgäuer B-Jugend- und Schülermeisterschaften in Kaufbeuren am 13. Juli und Allgäuer Meisterin über 800 Meter beim Geländelauf des Allgäuer Skiverbandes in Oberbeuren am 20. Oktober. Schwäbische Meisterin über 600 Meter wurde Anneliese Weinmann in Göggingen am 12. Juli. Große Freude herrschte in Seeger Sportlerkreisen über den Gewinn der 3 x 800 Meter-Staffel am 28. Juni in Sonthofen bei der Bayerischen Leichtathletikmeisterschaft durch Rosemarie Schmölz/Sonja Weinmann/Brigitte Reichard. Die gleiche Staffel siegte bei den Allgäuer Waldlaufmeisterschaften in Wiggensbach am 28. März 1971, bei der auch Brigitte Reichard über 1000 Meter Allgäuer Meisterin in ihrer Klasse wurde. Schwäbsiche Waldlaufmeisterin wurde Brigitte Reichard in Landsberg a. L. am 21. März. Ihre letzte Meisterschaft errang sie über 800 Meter bei den Allgäuer Schüler- und Jugend-B-Bestenkämpfen in Kaufbeuren 1971.

An 24, Mai 1959 gewannen die Schülerinnen Margot Wildegger/Gabriele Wildegger/Dagmar Hauptvogel/Maria Schlesinger/Christa Däxle den Mannschaftskampf im Geräteturnen der Schülerinnen bei den Jugendbestenkämpfen in Oberstdorf mit 355 Punkten. Das deutete darauf hin, dass schon Jahre vorher fest geturnt worden sein muss. Dahinter stand auch hier still und bescheiden Bernhard Knittel, der seine Freizeit der sportbegeisterten Jugend widmete. Während die Buben weniger in Erscheinung traten, eilten die Mädchen von Sieg zu Sieg. Bei den Allgäuer Schülerbestenkämpfen in Füssen sicherte sich in der Mannschaftswertung der TSV Seeg I Gabriele Wildegger/Margot Wildegger/Dagmar Hauptvogel/Maria Schlesinger den 1. Rang, der TSV Seeg II Elisabeth Knittel/Hanni Wildegger/Rosemarie Frey den 2. Rang.

Bei den Schwäbischen Jugendmeisterschaften in Neu-Ulm 1965 waren die Mädchen wieder dabei. In der Aufbauklasse errangen Elisabeth Knittel/Hilde Hipp/Gertrud Weinmann/Rita Reichard den 1. Rang und wurden Schwäbische Meister. In der Einzelwertung ging Elisabeth Knittel als Siegerin hervor.

Elisabeth Knittel eilte im Geräteturnen stürmisch voran und hatte bald die Aufmerksamkeit der Presse auf sich gezogen. Im Oktober 1966 wurde sie in Immenstadt Allgäuer Jugendmeisterin. Diesen Titel verteidigte sie erfolgreich 1967 in Bad Wörishofen und 1968 in Durach. Am 1. Mai 1966 wurde sie in Nördlingen Schwäbische Schülermeisterin, am 30. Oktober 1966 in Hindelang Schwäbische Jugendmeisterin. Diesen Titel verteidigte sie ebenfalls erfolgreich bei den nächstjährigen Wettkämpfen in Sonthofen. Im November 1967 nahm sie in Neutraubling an den Bayerischen Jugendmeisterschaften teil und errang den 6. Platz. Noch im gleichen Jahr startete sie am 3. und 4. Dezember in Siegen/Westfalen bei den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften und konnte dort den 11. Rang belegen.

Zu Ostern 1968 weilte sie acht Tage in Paris und nahm an einem deutsch-französischen Turnlehrgang teil. Ende Mai und Anfang Juni fand sie sich in Berlin beim Deutschen Turnfest wieder, an dem auch Peter Däxle und Georg Dill teilnahmen. Als einzige schwäbische Turnerin nahm sie im Juli 1969 in Basel an der Gymnastrada teil und beendete anschließend ihre erfolgreiche Laufbahn.

Die größte Bedeutung im Turn- und Sportverein Seeg hat zweifellos die Ski-Abteilung errungen. Die Skisportarten waren bis zur Olympiade 1936 in Garmscih-Partenkirchen eine Domäne der Nordeuropäer. Aber bei dieser Olympiade erfolgte der Einbruch der Mitteleuropäer. Gleichzeitig trat dort auch die veränderte Lauftechnik des Skisportes in den sogenannten alpinen Disziplinen in Erscheinung. Allerdings wurden Zeiten gemessen, die heute nur ein nostalgisches Lächeln auslösen können.

Diese neuen alpinen Sportarten fanden bald überall begeisterte Zustimmung. Der in der damaligen Metzgerei und Gastwirtschaft "Zum Kreuz" arbeitende Gustl Eggensberger nahm sich dieser sportbegeisterten Seeger Jugend an. Er beherrschte die Techniken und schulte die Jugend. Als der Füssener Ski-Club 1936 auf dem Tegelberg einen Abfahrtslauf durchführte, war unter den etwa 60 Teilnehmern auch ein Seeger, der mit den schlechtesten Skiern der Veranstaltung trotz eines Sturzes den sechsten Platz errang. Das war Theo Rinderle, der Sohn des Mohrenwirtes. Schon 1932 hatte bei einem Abfahrtslauf in Trauchgau Josef Lipp (Maurer), Wiesleuten, den 14. Platz belegt.

Zu den Freunden des alpinen Skisportes zählten einmal Michael Lipp, Josef Lipp und Josef Martin aus Burk (gefallen). Aber auch die Nordischen trumpften bei den örtlichen Skispringen auf, die vor dem Zweiten Weltkrieg unter Führung von Gustl Eggensberger stattfanden. Die besten Skispringer waren damals Gustl Eggensberger, Michael Lipp und Alois Hipp (Rennbothen). Ein begeisterter Zuschauer bei allen Veranstaltungen war Wolfgang Knestel, der sich nach dem Kriege zu einem gesuchten Kampfrichter des ASV entwickelte.

Am 20. November 1959 fand im Nebenzimmer der Gastwirtschaft "Mohren" die Gründungsversammlung einer Ski-Abteilung im TSV statt, zu der der Junglehrer Gerhard Hieber auf Drängen begeisterter Skifahrer eingeladen hatte. Von der Vorstandschaft des TSV waren Vorsitzender Theo Wirth und Kassier Bernhard Knittel erschienen. Gründungsmitglieder der Ski-Abteilung waren Peter Guggemos, Hans Mayer (Felben), Engelbert Blender jun., Heinz Treiber, Karl Meyer, Georg Steinle, Erwin Buchmeier, Max Henkel, Adolf Tschetsch und Gerhard Hieber.

Zum Spartenleiter wurde Gerhard Hieber gewählt. Zu seiner Unterstützung berief die Versammlung Hans Mayer und Bertl Blender als Leiter für die Nordische Abteilung sowie Adolf Tschetsch für die Alpine Abteilung. Weiter wurde Adolf Tschetsch für den Besuch des Jugenleiterlehrganges vom 3. bis 10. Januar 1960 in Spitzingsee gewonnen, eine Maßnahme, die später noch zu großer Bedeutung kommen sollte. Spartenleiter Gerhard Hieber wurde 1960 versetzt. Adolf Tschetsch wurde neuer Spartenleiter. Damit wurde die junge Ski-Abteilung auf ein solides Fundament gesetzt. Noch im gleichen Jahr nahmen Seeger Mitglieder an den Allgäuer Flachlandmeisterschaften in Immenstadt teil, bei denen sie sich gut behautpten konnten.

Bereits 1961 kam es am 15. Januar zu einem sensationellen Erfolg. Bertl Blender wurde in Nesselwang in der Gruppe der Jungmannen der Spezialspringer Allgäuer Jugendmeister. Er nahm Ende Januar in Bayrisch-Zell an den Bayerischen Jugendmeisterschaften teil, konnte sich jedoch in den Ausscheidungskämpfen nicht qualifizieren. In den folgenden Jahren beteiligten sich Mitglieder der Ski-Abteilung an auswärtigen Veranstaltungen und führten auch regelmäßig vereinsinterne Wettkämpfe durch. Am 20. Januar 1963 wurde der erste Jugend-Skitag abgehalten. Diese Einrichtung läuft seither jedes Jahr und dient auch der Auslese für die weitere Förderung durch den ASV.

Die Jugendläufer der Ski-Abteilung hatten bisher schon mit beachtlichen Erfolgen aufwarten können. Von den Allgäuer Alpinen Flachlandmeisterschaften am 20. und 21. Januar 1968 kehrte Irene Epple als dreifache Allgäuer Flachland-Jugendmeisterin im Riesentorlauf, Torlauf und der alpinen Kombination sowie Erich Krehut als zweifacher Allgäuer Flachland-Jugendmeister im Riesentorlauf und der alpinen Kombination in der Jugendklasse II zurück, während er im Torlauf Vizemeister wurde. Im nächsten Jahr verteidigte Irene Epple erfolgreich ihre Flachlandmeisterschaft im Riesentorlauf auf dem Tegelberg. Flachlandmeister im Riesentorlauf in der Klasse III wurde Peter Martin, in der Altersklasse II Anton Mayer. Beim Ski-Vergleichskampf der Allgäuer Gymnasien in Oberstdorf errang Irene Epple in ihrer Klasse den 1. Rang. Im Jahre 1969 war die Ski-Abteilung das erste Mal in einem internationalen Treffen vertreten. Irene Epple nahm als einzige Ostallgäuerin in der Allgäuer Mannschaft bei den IV. Internationalen Kinder-Skispielen am 28. und 29. März in Oberstdorf teil. Sie belegte den dritten Platz im Riesentorlauf und gewann die Bronze-Medaille. Im Spezial-Slalom wurde sie vierte.

Bei den Ausscheidungskämpfen zur Allgäuer Jugendmeisterschaft 1969 qualifizierten sich am 28. Dezember Irene Epple und Toni Mayer auf die Plätze. Marile konnte wegen eines im Training erlittenen Beinbruchs nicht starten. Auf Grund ihrer bisherigen Leistungen wurde Irene zur Teilnahme an den Bayerischen Jugendmeisterschaften geladen, konnte aber nicht teilnehmen, weil sie sich die Hand gebrochen hatte. Dafür war Franz Guggemos (Wiesleuten) bei den Flachlandmeisterschaften erfolgreich. Er wurde in Unterjoch Allgäuer Flachlandschülermeister im Riesentorlauf. Auch Irene Epple startete Anfang April 1970 wieder beim III. Internationalen Jugendvergleichskampf Ostschweiz/Vorarlberg/Allgäu als Schülerin in der Jugendklasse und wurde Siegerin im Slalom. Im Sommer 1969 wurde Irene in die Alpine Schülerrmannschaft des DSV berufen. Irene und Marile Epple wurden zur weiteren Förderung in das Leistungszentrum Pfronten des ASV aufgenommen.

Inzwischen war der Deutsche Skiverband auf die Epple-Schwestern aufmerksam geworden. Sie erhielten 1971 eine Einladung zum DSV Intersport-Schülertestrennen in Bernau (Hochschwarzwald). Irene belegte dort zweimal einen ersten Platz, Marile einen dritten. Damit hatten beide den Beweis erbracht, dass sie die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Deutsche Nationalmannschaft erfüllten. Bei den Deutschen Schülermeisterschaften in Pfronten Ende März 1971 wurde Irene Deutsche Vizemeisterin im Riesentorlauf, Marile errang in der Klasse III Schüler den dritten Platz im Riesenslalom. Von den Allgäuer Schülermeisterschaften der Klassen III und IV am 23. und 24. Januar 1971 in Wertach kehrte Irene als zweifache Allgäuer Schülermeisterin im Slalom und Riesenslalom heim. Beim Testrennen des DSV am 11. Dezember 1971 in Mittenwald belegte Irene bereits den ersten Platz in ihrer Klasse. Bei den Bayerischen Schülermeisterschaften in Schwangau errang Marile den dritten Platz und bei den Deutschen Schülermeisterschaften in Schleching im Slalom den fünften.

Im Jahre 1972 machten auch die Freunde des nordischen Skisportes wieder von sich reden. Josef Furtenbach, Jugend I sowie Willi Preis, Junioren, kehrte als Allgäuer Meister ihrer Klasse von den Flachlandmeisterschaften am 30. Januar in Kaufbeuren heim.

Fritz Schweiger stieg als Angehöriger der Bundeswehrsportschule in Sonthofen in die Leistungsklasse I im Riesentorlauf und Slalom auf.

Bereits am 5. Januar 1973 zeigte Marile, dass nun mit ihr auch gerechnet werden muss. Sie wurde in Immenstadt Allgäuer Schülermeisterin im Riesentorlauf. Wie eine Bombe schlug die Nachricht in Seeg ein, dass Ende Februar Irene mit 15 Jahren Deutsche Abfahrtsmeisterin in Garmisch war. Dieser Erfolg kam überraschend. Nachdem Marile am 25. Februar in Buching Allgäuer Jugendmeisterin im Slalom geworden war, wurden beide mit einem Fackelzug der Jugend und der Harmoniemusik in der Gastwirtschaft "Adler" gebührend gefeiert.

Mit ihrem Sieg in Garmisch hatte Irene das Tor in die Weltelite aufgestoßen. Sie nahm an den Weltcup-Rennen teil und arbeitete sich vom 28. Platz in Val d`Isere in der Abfahrt bis auf den 15. Platz im Slalom in Grindelwald nach vorn. Bei den Europa-Meisterschaften in Ruhpolding Ende Januar 1973 sicherte sie sich den fünften Platz im Riesentorlauf und Slalom der Junioren. Mit der Deutschen Nationalmannschaft reiste sie nach USA, Kanada und Japan, wo sie im Riesenslalom sogar den achten Platz erstritt. Irene stieg in die A-Nationalmannschaft auf, während Marile in die C-Nationalmannschaft berufen wurde.

Die Skifahrer konnten es auch im Sommer nicht lassen. Im Gras-Skirennen wurden am 12. August in Wiggensbach Franz Guggemos (Wiesleuten) und Adolf Tschetsch in ihren Klasse Allgäuer Meister.

Der Winter 1973/74 war fast ohne Schnee. Nur im Hochgebirge konnten Veranstaltungen durchgeführt werden. Irene und Marile aber waren bei den Weltcup-Rennen dabei. Irene nahm vom 2. bis 10. Februar in St. Moritz an der Weltmeisterschaft teil und belegte im Abfahrtslauf den beachtlichen dritten Platz. Einen großen Erfolg errang sie jedoch am 15. und 16. Februar 1975, als sie in Oberstaufen Deutsche Meisterin im Riesentorlauf wurde. Der DSV zeichnete sie mit dem "Goldenen Ski" aus. Marile überraschte in diesem Winter mit ihren Erfolgen im C-Kader der Nationalmannschaft. Sie rückte deshalb in den B-Kader auf.

Im Olympia-Jahr 1976 nahmen Irene und Marile an allen Weltcup-Rennen teil und waren auch beide in der Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck dabei. Irene erreichte in der Abfahrt den zehnten und im Riesenslalom den fünfzehnten Platz, während Marile 22. in der Abfahrt und 23. im Riesenslalom wurde. Ende Februar errang Irene in Bolsterlang ihren dritten deutschen Meistertitel. Sie gewann den Riesenslalom und erhielt auch dieses Jahr vom DSV wieder den "Goldenen Ski". Im Weltcup wurde sie zehnte.

Im Dezember 1976 wurde eine Langlauf-Loipe rund um den Seeger See angelegt und gespurt. Irene und Marile waren auch wieder bei den Europa- und Weltcuprennen dabei und warteten mit beachtlichen Erfolgen auf, trotzdem beide wegen erlittener Unfälle längere Zeit pausieren mußten.

Groß waren die Erfolge der Seegerinnen bei den Weltmeisterschaften vom 28. Januar bis 5. Februar 1978 in Garmisch-Partenkirchen. Marile wurde Weltmeisterin im Riesentorlauf, Irene Vize-Weltmeisterin im Abfahrtslauf. Bei den Deutschen Meisterschaften im Kleinen Walsertal wurde Irene Siegerin im Abfahrtslauf und Riesentorlauf, so dass sie nun vier- und fünffache Deutsche Meisterin ist. Am 10. Mai wurde den beiden Spitzensportlerinnen in der Deutschen Nationalmannschaft ein großartiger Empfang im "Rößle" gegeben, bei dem Landrat Adolf Müller, die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Seeg, Bürgermeister Oswald Kainz, Nesselwang sowie Franz Schubert, Kreisvorsitzender des BLSV anwesend waren.

Im Jahre 1979 erschien öfters der Name von Marion Mayer in der Presse. Sie startete bei mehreren FIS- und Europa-Cup-Rennen mit beachtlichen Erfolgen. Bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft am Ifen belegte sie den fünften Platz.

Irene war in den Weltcup-Rennen sehr erfolgreich. Bei der Gesamtwertung der Weltcup-Rennen wurde sie dritte, ebenso im Riesentorlauf. Marile mußte wegen einer schweren Knieverletzung aussetzen.

Das zwanzigjährige Bestehen der Ski-Abteilung wurde mit einem kleinen Festabend anfangs Dezember 1979 in der Gastwirtschaft "Adler" gefeiert. Höhepunkt war die Überreichung des Ehrenbriefes des Deutschen Ski-Verbandes an den Spartenleiter Adolf Tschetsch durch den Vorsitzenden des TSV, Theo Wirth, für seine herausragenden Verdienste um den Ski-Sport. Adolf Tschetsch überreichte an Bernhard Knittel und Josef Krehut die Ernennungsurkunden zu Ehrenmitgliedern der Ski-Abteilung.

Die XIII. Olympischen Winterspiele beherrschten das Sportgeschehen des Jahres 1980. Irene errang in Lake Placid die Silbermedaille im Riesenslalom. Beim Weltcup-Finale in Saalbach sicherte sie sich den ersten Weltcup-Sieg im Riesentorlauf. Marile war bei den Weltcup-Rennen und den Olympischen Winterspielen in Lake Placid dabei und belegte dort den achten Platz im Riesentorlauf.

Bei den Ostallgäuer Schülercup-Veranstaltungen 1981 erreichten in der Mannschaftswertung die Seeger Schüler den dritten Platz mit 332 Punkten. In der Gesamtklassenwertung II belegte Christoph Müller mit 70 Punkten den ersten Platz. Alexandra Martin, Laich, wurde in das Ostallgäuer Leistungszentrum aufgenommen. Mit Ina Mayer sind nun zwei Seegerinnen im Förderprogramm des ASV.

Irene überraschte mit einem Bombenerfolg die Weltöffentlichkeit, als sie bei der Eröffnung der Weltcup-Rennen in Val d`Isere mit dem Sieg im Riesentorlauf aufwartete. Den sechsten Deutschen Meistertítel holt sie sich in der Abfahrt in Todtnau am 18. Februar. Auch beim FIS-Rennen in Ruhpolding belegte sie im Riesenslalom den ersten Platz.

Marile war nach ihren Verletzung wieder voll da. Sie beteiligte sich an den Weltcup-Rennen mit wechselndem Erfolg. Beim FIS-Rennen in Oberjoch belegte sie jedoch im Slalom und Riesenslalom den ersten Platz. Bei den Weltcup-Rennen in Zwiesel errang sie zum ersten Mal am 5. Februar den ersten Platz im Riesenslalom.

Ina Mayer kam am 20. Dezember aus Jungholz als Allgäuer Meisterin der Schülerklasse in der Abfahrt nach Hause.

Ihren dritten Platz verteidigten 1982 die Seeger Schüler bei den Ostallgäuer Schülercup-Rennen in der Mannschaftswertung. In der Einzelwertung belegten Alexandra Martin und Arthur Landerer erste Plätze.

Viel versprechend begann die Wintersaison 81/82. In Val d`Isere siegte Irene im Riesenslalom, ebenso in Pila (Italien). In Saalbach erkämpfte sie sich bei den Weltcup-Rennen am 18. Dezember den Kombinationssieg. Beim Weltcup-Rennen in Wattewil-Walli (USA) siegte sie im Riesenslalom. Dies wiederholte sie am 28. März in San Sicario, wodurch sie in der Gesamtwertung im Weltcup-Finale zweite wurde.

Nicht weniger erfolgreich war Marile. Sie siegte im Riesentorlauf bei den FIS-Rennen in der Schweiz, Immenstadt und Kleinarl. Siegte im Weltcup in Oberstaufen im Riesenslalom am 9. Februar 1982, wiederholte diesen Sieg im Weltcup in Aspen/USA und im Weltcup-Finale in San Sicario am 28. März. Dazwischen liegen die Deutschen Meistertitel im Slalom und Riesenslalom, die sie am 19. und 20. Februar in Bolsterlang erkämpfte.

Beim Ostallgäuer Schüler-Cup 1983 gab es drei Klassensieger: Alexandra Martin, Thomas Mayer und Willi Paulsteiner. Der dritte Mannschaftsplatz in der Gesamtwertung konnte wiederum erfolgreich verteidigt werden.

Marile Epple wurde wiederum zweifache Deutsche Meisterin im Riesentorlauf und Torlauf und erhielt den ersten "Goldenen Ski" des DSV. Irene erreichte in der Gesamtwertung des Weltcups den sechsten Platz.

Die Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo verliefen für die Deutsche Nationalmannschaft enttäuschend. Irene und Marile waren durch Verletzungen in ihrem Einsatz behindert. Dafür wurde in Jungholz Alexandra Martin in der Schülerklasse Allgäuer Meisterin. Ein hoffnungsvoller Ausblick in die Zukunft!

Die Freunde des fernöstlichen Teakwon-Do gründeten eine eigene Sparte im TSV Seeg, nachdem sie ihre Grundkenntnisse in dieser Selbstverteidigungsart erlangt hatten, um an überörtlichen Kämpfen teilnehmen zu können. Gelegenheit hierzu hatten sie bereits im April 1977, als in Landsberg a. L. die bayerischen Meisterschaften ausgetragen wurden. An diesen Kämpfen nahmen Jochen Jakobitz, Buching, Alois Brenner, Enisried und Otto Hurler, Pfronten-Weißbach teil.

Mitte Mai 1978 fanden in München-Neuaubing die Bayerischen Einzelmeisterschaften im Teakwon-Do statt, an denen Theo Angerer, Anwanden, Josef Gast, Seeg, sowie Heinrich Martin, Seeweiler, teilnahmen. Theo Angerer erkämpfte sich die Bronze-Medaille im Leichtgewicht (von 63 - 68 kg). Josef Gast und Heinrich Martin- - beide sind Braungürtelträger - schieden bei den Vorrundenkämpfen aus. Theo Angerer erkämpfte sich die Teilnahmeberechtigung an der Deutschen Meisterschaft, die in der zweiten Septemberhälfte 1978 in der Carl-Diem-Halle in Mühlheim-Ruhr ausgetragen wurde. Dort erkämpfte er sich unter 120 Teilnehmern aus der Bundesrepublik den beachtlichen sechsten Platz.

Mit insgesamt sechs Kämpfern ging der Teakwon-Do-Club 1979 in Dachau bei den Bayerischen Meisterschaften an den Start. Theo Angerer, Franz Höfler, Stötten und Willi Straub, Rückholz, kämpften im Leichtgewicht, Josef Jaud, Trauchgau, Heinrich Martin und Johann Rietzler, Enzenstetten im Weltergewicht (68 - 74 kg). Theo Angerer erkämpfte sich Gold, Franz Höfler Silber und Heinrich Martin Bronze.

In München-Neuaubing holten sich Anfang Mai 1980 Theo Angerer, Heinrich Martin und Josef Gast den Meister- oder Dan-Titel. Nachem der Seeger Club bereits in Karl Egger und Alois Brenner zwei erste Dan besitzt, hat sich die Zahl der Dan-Träger auf fünf erhöht.

Beim Internationalen Turnier in Schladming in der Steiermark im Mai 1981 errang Karl Egger als bester Kämpfer des Tages unter einhundert Teilnehmern aus Deutschland und Österreich im Endkampf gegen einen Grazer den begehrten Sieger-Pokal.

Als letzte und jüngste Sparte im TSV etablierten sich 1984 die Tischtennisfreunde. Obwohl schon in den fünfziger Jahren die Tischtennisspieler eine eigene Sparte hatten, war sie wieder eingegangen.

Die Entwicklung des Sportes in Seeg wäre unvollständig dargestellt, wenn Sportvereinigungen ausserhalb des TSV unberücksichtigt blieben. An erster Stelle müssen die "Wanderer Füssen - Seeg" genannt werden, die aus dem "Radler-Verein" (1899) durch Fusion mit den Füssener Wanderern hervorgegangen sind. Im Kunstradfahren errangen die Seeger ungeahnte Erfolge.

Es begann am 10. März 1973 in Friedberg bei den Hallenradmeisterschaften. Im Vierer-Gruppenfahren wurden die "Wanderer Seeg" (Brigitte Reichard/Annette Kreisel/Sonja und Anneliese Weinmann) Schwäbische Meister. Bei den Schwäbischen Meisterschaftskämpfen in Kissing wurden Agathe Hipp Jugendmeisterin und Brigitte Settele Schülermeisterin. Schon Ende April 1975 überraschten Brigitte Settele und Agathe Hipp, als sie mit Bayerischen Meistertiteln im Einerkunstfahren in der Klasse B-weiblich und Jugend-weiblich aus Bamberg-Hallstadt heimkehrten. In der Vorentscheidung um den Bayernpokal 1975 hatte sich in Burghausen die Bayerische Jugendmeisterin an die Spitze gesetzt. In Füssen konnte sie den Bayernpokal in der Jugend-Klasse klar für sich entscheiden.

Bei den Bayerischen Hallenradsport-Meisterschaften am 1. und 2. Mai 1976 in Mömlingen bei Aschaffenburg wurde die zwölfjährige Astrid Mayer Bayerische Schülermeisterin, während Agathe Hipp souverän ihren Jugend-Meistertitel verteidigte. Sie sicherte sich ebenfalls in diesem Jahr den Bayern-Pokal. Im Jahre 1977 wurden Agathe Hipp in der Damen-Klasse Schwäbische Meisterin im Einer-Kunstfahren, Brigitte Settele in der Klasse A-Schülerinnen, Margit Settele in der Klasse B-Schülerinnen Schwäbische Meisterinnen. In Burghausen wurden Agathe Hipp in der Damenklasse, Margit Settele in der Schülerinnen B-Klasse Bayerische Meisterinnen. Den Bayern-Pokal holten sich 1978 aus Bayreuth Agathe Hipp und in der Jugenklasse Brigitte Settele. In diesem Jahr wurde Agathe auch Süddeutsche Meisterin in Stuttgart.

Im April 1979 holte sich Agathe Hipp zum fünften Male die Bayerische Meisterschaft im Kunstradfahren in Miltenberg. Ihren Süddeutschen Meistertitel verteidigte sie im Mai erfolgreich. Beim Ländervergleichskampf Bayern - West-Berlin errang Agathe Hipp Gold, ebenso Margit Settele in der Schülerklasse. Brigitte Settele kehrte mit einer Silbermedaille in der Jugendklasse nach Seeg zurück. Bei den Süddeutschen Meisterschaften 1980 im Mai in Aschaffenburg verteidigte Agathe Hipp zum zweiten Male ihren Süddeutschen Meistertitel im Einer-Kunstradfahren. Höhepunkt in der Sportkarriere Agathe Hipps war ihre Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Kunstradfahren am 19. September in Lübecke-Minden, bei denen sie Bronze errang. Das war gleichzeitig ihr Abschied von ihrer so erfolgreichen Sportlerlaufbahn. Sieben bayerische Titel, vierfache Bayern-Pokalsiegerin, sechsfache Schwäbische Meisterin, Siegerin bei der Internationalen Bodensee-Meisterschaft sowie dreifache Süddeutsche Meisterin und Bronze bei den Deutschen Meisterschaften 1980 sind die stolze Erfolgsbilanz der zierlichen Agathe Hipp.

Astrid Mayer holte sich beim Internationalen Bodensee-Turnier 1981 in Ailingen Bronze, nachdem sie bereits beim Fichtl-Pokal-Turnier in Augsburg den ersten Platz und in Bayreuth im Mai bei den Bayerischen Meisterschaften im Kunstradfahren zweite mit nur einem halben Punkt Rückstand zur Siegerin geworden war. Das Jahr 1982 brachte ihr in Kempten im Februar den Schwäbischen Meistertitel im Einer-Kunstradfahren. Einen weiteren Schwäbischen Meistertitel errang sie mit Christine Reichard im Zweier-Kunstradfahren.

Nicht zum eigentlichen Sport, aber eine große sportliche Leistung vollbrachte 1979 der damals 21-jährige Peter Guggemos aus Burk (Gorer), als er mit seinem Bergfreund Bernhard Holderied aus Nesselwang und dem Sherpa Pemba den 6189 Meter hohen Peak Island im Himalaya-Massiv bezwang.

Der TSV Seeg umfasst Ende 1988 sechs Sparten.